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Donnerstag, 3. April 2008

Panik zu jedm Preis

Würde ein Bundesbürger mal ernsthaft über unsere Regierenden nachdenken, so könnte er zu keinen anderen Schluss kommen, das sie alle mehr Probleme schaffen als sie lösen.

Niemand sieht das so klar wie die Politiker selber, darum werden immer wieder Gefahren vorgetäuscht die unseren "ferngesteuerten Hosenanug"(danke Freeman) und ihren korrupten Gang rechtfertigen sollen. Natürlich ist auch die "Rechte Gefahr" auf den Politikern ihr eigenen Mist gewachsen.

Mittwoch, 2. April 2008

Versteckte bzw. reale Inflation

Seit dem Millenniumswechsel mit dem Top an den internationalen Aktienmärkten steigen weltweit die Goldpreise, besonders in den drei wichtigsten Währungen mit einer Performance zwischen 50 und 70 Prozent (September 1999 bis Juni 2005). In gleicher Höhe „entwerteten“ sich im Gegenzug die jeweiligen Papierwährungen.
Der Goldpreis ist der Markt-Indikator für die „implizite“, der statistisch „justierte“ Konsumwarenpreisindex das ökonomisch-politische Modell für die explizit ausgewiesene Inflation.

Eine vom WDR-Magazin „Plusminus“ vorgenommene Analyse über offizielle Preisstatistiken (ausgestrahlt in der ARD am 22.03.2005) kam zu dem Ergebnis, dass die individuelle jährliche Inflationsrate für eine Familie mit zwei Kindern zwischen Januar 2000 und Februar 2005 bei 9,3 Prozent lag, Familien mit einem Raucher wurden sogar mit 11 Prozent pro Jahr „inflationsbesteuert“! Somit stieg in den letzten fünf Jahren nicht nur der Goldpreis, sondern auch die „versteckte“ Inflation in Euro um mehr als 50 Prozent!


Quelle: http://www.grinvest.de/pdf/kapitalmarktinformation/q-2-2005.pdf

Montag, 31. März 2008

CCC will Diskussion anregen

"Mein Fingerabdruck ist kein Geheimnis, den kann jeder haben. Ich habe nichts zu befürchten."
Damit versucht der Minister offenbar der Aktion des Chaos Computer Clubs den Wind aus den Segeln zu nehmen. Der hatte den Fingerabdruck heimlich von einem Wasserglas abgenommen, aus dem Schäuble bei einer öffentlichen Veranstaltung in Berlin getrunken hatte.
[...]
Applaus bekommt der CCC auch vom Security-Experten Bruce Schneier. Dem britischen Magazin The Register sagte Schneier: "Ich mag den politischen Aktionismus des Hacks". Die Aktion zeige sehr gut das Problem von Fingerabdrücken auf: "Was soll der Minister jetzt schon tun? Seine Fingerabdrücke sind jetzt bekannt für alle Zeit." Datenschützern ist die Integration des Fingerabdrucks in Ausweisdokumente schon schon lange ein Dorn im Auge. "Die Biometrie im ePass soll eingeführt werden, um den Identitätsmissbrauch zu verhindern – in Wirklichkeit wird er aber erhöht, weil durch den ePass biometrische Merkmale wie das Bild des Passinhabers mit hoher Qualität weltweit verfügbar gemacht werden", erklärt Johann Bizer, bis Ende Januar stellvertretender Landesbeauftragter für den Datenschutz in Schleswig-Holstein.


Es soll aber noch Menschen geben, die nicht wollen, dass jeder und vor allem staatliche Behörden willkürlich über ihre Daten verfügen können. "Ich habe nichts zu verbergen, also könnt ihr mich ruhig total überwachen bis in den privatesten Bereich" ist die klassische Begründung für pauschales staatliches Schnüffeln und die genaue Umkehr der eigentlich menschenrechtlich geltenden Unschuldsvermutung. Der Bürger wird, statt in seinen Rechten vom Staat geschützt zu werden - eine der Hauptaufgaben des (liberalen Rechts-)Staates - von diesem als von vorneherein verdächtiges Sicherheitsrisiko und Überwachungsobjekt eingestuft. Und das nicht mehr bei Anfangsverdacht auf eine schwere Straftat, sondern pauschal und ohne, dass ein rechtsstaatlich relevanter Grund vorliegen muss.

Juristisch sind die Hacker allerdings noch nicht aus dem Schneider. Eine Sprecherin des Innenministeriums erklärte am Wochenende gegenüber heise online, man wolle erst die Sachverhalte prüfen, bevor man über ein mögliches juristisches Vorgehen entscheide. So sei noch nicht sicher, ob es sich bei dem Fingerabdruck tatsächlich um den von Schäuble handle. Selbst wenn der Minister nicht gegen die Veröffentlichung vorgeht, könnten zum Beispiel die Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder Bußgelder verhängen oder sogar ein Strafverfahren einleiten.

Wenn das so wäre, also wenn (staatsangestellte) Datenschützer wirklich noch auf Basis von Gesetzen gegen Datenmissbrauch und Überwachung vorgehen könnten, wäre das ja gut, und gerade das, was die Aktion des CCC herausfinden wollte.

Quelle: heise.de

Samstag, 29. März 2008

Inflationomics für Anfänger und Fortgeschrittene


Amerikanische Notenbank soll neue Zuständigkeiten bekommen

29. März 2008 - Die Regierung des amerikanischen Präsidenten George W. Bush plant eine grundlegende Überholung der Finanzaufsicht. Die Kontrolle der Geschäftsbanken soll gestärkt und ausgeweitet werden. Dazu soll vor allem die amerikanische Zentralbank Fed (Federal Reserve) neue Zuständigkeiten bekommen, wie aus einem Dokument hervorging, das der Nachrichtenagentur AP am Freitagabend in Washington vorlag. Damit reagiert die Regierung auf die Probleme, die durch die Immobilienkrise deutlich geworden sind.
[...]
Um die Stabilität auf den Märkten zu garantieren, soll die Fed wesentlich mehr Rechte bekommen, Informationen bei Marktteilnehmern abzufragen. Damit könnten Gefahren für die Stabilität früher erkannt werden.
[...]
Die Fed senkte den Leitzins drastisch und pumpte Milliarden Dollar frisches Geld in den Markt*. Vor Kurzem übernahm sie de facto auch die Rolle des Retters der Märkte**: Mit einem beispiellosen Rettungsprogramm wurde die traditionsreiche Investmentbank Bear Stearns vor dem Bankrott bewahrt. Auch in Deutschland mussten Banken Milliarden abschreiben, einige Institute wie die Sachsen LB oder die IKB handelten in so hohem Ausmaß mit den amerikanischen Kreditpapieren, dass die Banken ins Wanken gerieten.
[...]
In Washington waren in letzter Zeit die Rufe nach einer Neuordnung der Finanzaufsicht immer lauter geworden. Die Krise auf dem Hypothekenmarkt und die jüngsten Turbulenzen im Finanzsystem hatten in Regierung und Kongress zu der Einschätzung geführt, dass die Misere zumindest teilweise auf eine unzureichende staatliche Aufsicht zurückzuführen ist. Eine strengere Kontrolle von Hypothekenbanken und -maklern, von Investmentbanken und Ratingagenturen erscheint Politikern in Washington dringend geboten, um das Finanzsystem zu stärken.
„Die Regulierung muss den Aktivitäten der Marktakteure und auch den Neuerungen auf den Märkten angemessen sein“, hatte Kongressmitglied Barney Frank in der vergangenen Woche gefordert. Der Demokrat ist Vorsitzender des Finanzausschusses im Repräsentantenhaus. Frank plädierte schon damals dafür, der Fed weitreichende Befugnisse in der Finanzaufsicht* und zu Eingriffen in das Marktgeschehen* zu geben.


Quelle: FAZ.net

* Siehe Text "Money is flooding the world markets" von Hans F Sennholz
** Die Zentralbank FED rettete mitnichten den Markt. Sie "rettete" vielmehr eine Bank, die mit FED-gedrucktem ungedecktem Geld spekulierte und dabei Milliarden Dollar von gutgläubigen Anlegern verpulverte. Statt diese die marktwirtschaftliche Konsequenz=dem verdienten Bankrott zu überlassen wurde sie aus politischen (nicht sozialen) Gründen durch weitere gedruckte FED-Milliarden (!) für ihre (eigentlich absehbar ungedeckte) Fehlinvestition belohnt.

Eigentlich genau die zu erwartende Reaktion der Politik auf ein von der Politik erst ermöglichtes Problem: Mehr Politik/staatliche Lenkung, noch weniger marktwirtschaftliche Selbstverantwortung der Banken.
Durch mehr Kompetenzen, sprich Macht, für die politisch beeinflusste Zentralbank FED soll nun "Stabilität" in den Finanzsektor gebracht werden.
Nach Ansicht mancher Ökonomen ist jedoch gerade das künstliche Aufblähen der Geldmenge durch die das Gelddruckmonopol innehabenden Zentralbanken einer der Hauptgründe für ungedeckte Kredite und das Anwachsen von - durch keinen realen Gegenwert/Kapital/Produktion gedeckten - Spekulationsblasen.
Einer der Vorteile für die Politik bei steigendem Einfluss auf den Geldmarkt und größerer Macht der Zentralbank: Mit Inflation kann man eventuell (zumindest für eine Weile) eine direkte - für den Bürger sofort sichtbare - Steuererhöhung vermeiden. Dies kommt der Ausgabenfreude der Politik zugute, da so die Staatseinnahmen erhöht bzw. durch Währungsabwertung die Staatsschulden verringert werden können. Vielen über die Wirkungsweise der Inflation nicht aufgeklärten Bürgern fällt die stärker ansteigende Preissteigerung zwar auf. Man sieht aber nicht sofort den Zusammenhang mit der Verschuldungspolitik der jeweils an der Macht befindlichen Regierung.

Donnerstag, 27. März 2008

Money is flooding the World markets

von Hans F Sennholz

Staatliche/Halbstaatliche Zentralbanken handeln nach einem relativ einfachen Grundprinzip: Wann immer die wirtschaftliche Entwicklung stagniert oder rückläufig ist senken sie ihre Zinsen und vergrößern ihre Kredite. Aber wenn die Wirtschaft sich zu erholen scheint zögern sie diese Zinssenkungen wieder rückgängig zu machen. Die Konsequenz davon ist eine ständige Zunahme der Liquidität [An Geldmenge, nicht an tatsächlich erwirtschaftetem Kapital). Laut Berechnungen der Deutschen Bundesbank verdoppelte sich der weltweite Geldbestand zwischen Ende 1997 und September 2006 beinahe, die tatsächliche wirtschaftliche Produktion wuchs aber nur um etwa 60 Prozent. Solch ein Ungleichgewicht erzeugt entweder steigende Verbraucherpreise oder Preisblasen [stark überhöhte, nicht marktgerechte Preise bei bestimmten Produkten] bei Aktien, Krediten oder dem Immobilienmarkt. Wenn diese [künstlich erzeugten] Preisblasen schließlich platzen verursachen sie viele privatwirtschaftliche Verluste und zwingen Branchen und Firmen zu Krisenmanagement und Neuausrichtung [unter oft erheblichen Kosten].
Jede Woche können wir von Firmenzusammenschlüssen und -übernahmen hören. Ausgestattet mit [u.a. dem von der Zentralbank in Umlauf gebrachten] Geldbestand sind „Private Equity Funds“ immer in der Lage für Firmen hohe Summen zu bieten und Firmen zu übernehmen. Der Zusammenschluss- und Übernahmeboom hält die Aktienpreise aufrecht, von denen die meisten Investoren profitieren. Mehr noch, wenn das Kapital mancher Unternehmen privatisiert wird und andere in Aktien-Rückkäufe investieren, und dadurch das Gesamtangebot an Firmenanteilen verringert wird, erlebt der Aktienmarkt einen außergewöhnlichen Boom, der nach Hoffnung mancher Investoren nie aufhören sollte.
Einige Ökonomen spotten über diesen Optimismus; sie verweisen auf das Platzen der Blasen im Jahre 1929, welches zur Großen Depression bzw. Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre führte. Sie erinnern sich auch an das Platzen der japanischen Blase in den frühen 1990er-Jahren, welches die japanische Wirtschaft für nahezu ein Jahrzehnt in die Krise brachte. Und sie können die monetäre Politik während und nach dem 2. Weltkrieg nicht vergessen, welche bis zum Beginn der 1970er-Jahre die Welt mit US-Dollar überflutet hatte. Einige Länder beendeten daraufhin schließlich die Bindung ihrer Währungen an den US-Dollar und die öl-exportierenden Länder fuhren ihre Öl-Ausfuhr zurück, was für einen starken Anstieg der Rohstoffpreise sorgte. In den frühen 1980er-Jahren bedurfte es großer Zurückhaltung der FED um zumindest eine gewisse Stabilität zurück zu erlangen und etliche Jahre für die freie Wirtschaft um einige der entstandenen Schäden zu beheben und es der us-amerikanischen Wirtschaft zu ermöglichen, wieder zu wachsen.
Aktuell machen staatliche Wirtschaftsplaner und Zentralbankiers dieselben Fehler erneut. Sie alle scheinen niedrige Zinsen geradezu zu lieben und huldigen dem billigen [kredit-, bzw. inflationsfinanzierten] Kapital. Wenn die Zinsen sehr niedrig sind, wie es in den USA und Europa am Anfang dieses Jahrzehnts war, verliert die Wirtschaft einen Orientierungssinn. Dies kann es dann auch unproduktiven/unwirtschaftlichen Herstellern und Anbietern erlauben im Geschäft zu bleiben [ohne die Strategie oder das Angebot ändern zu müssen]. Auf lange Sicht verlieren die Volkswirtschaften ohne die Orientierungsmöglichkeit an wirklichen [,am real erwirtschafteten/vorhandenen Kapital und der Produktivität der Wirtschaft orientierten, nicht von der Zentralbank künstlich veränderten] Zinsen an Effektivität und Produktivität [aufgrund falscher Anreizsetzung durch künstlich niedrige Zinsen].

In einer freien Wirtschaft spielen Zinsen eine ähnliche Rolle wie Preise und Löhne. Sie alle entstehen aus der Nachfrage/den Wünschen und Wert-Beimessungen der Menschen/Verbraucher, die „Angebot und Nachfrage“ hervorrufen, die über die Entscheidungen der Anbieter bestimmen. Am Markt entstandene Zinsen sind Bruttozinsen, die üblicherweise aus drei charakteristischen Teilen bestehen: Dem reinen Zins, dem Abschreibungszins und der Kreditnehmer-Risiko-Prämie. Der reine Zins ist der Hauptbestandteil, welcher aus der ureigenen menschlichen Natur stammt, ökonomische Phänomene im Verlauf der Zeit zu sehen. Er misst zukünftigen Gütern und Bedingungen einen geringeren Wert zu als dem jetzigen Vorteil. Der Unterschied in der Bewertung ist der reine Zins. Die Abschreibungs-Komponente taucht auf, wenn der Staat/die Regierung oder seine/ihre Zentralbank inflationiert und damit die Währung im Wert mindert. Die Höhe dieser Wertminderung bestimmt die Größe dieser Komponente. Die Kreditnehmer-Risiko-Prämie spiegelt schließlich die Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit des Kreditnehmers wider.
Zentralbankiers schenken dem [natürlichen] Marktzins selten Aufmerksamkeit. Ihre Politik ist von den bekannten [keynesianistischen] Lehren von der Stimulation der nationalen Beschäftigungsrate und der [künstlichen, durch Inflation bezahlten Steigerung der] Einkommen bestimmt. Sie scheinen sich nicht bewusst zu sein [oder sein zu wollen], dass alle künstlich veränderten Zinsen im Gegensatz zum am Markt entstandenen Zins falsche Signale sowohl an die Verbraucher wie auch die Anbieter senden. Sie verursachen ein Ungleichgewicht/Fehlanpassung an tatsächlich auf dem Markt vorhandene Güter und Kapitalwerte. Zinsen, die niedriger als der eigentliche Marktzins sind, steigern prompt die Nachfrage nach [künstlich verbilligten] Krediten. Mit all den aktuellen [zentralbanklichen] Zinsen unter dem Marktzins kann es nicht verwundern, dass die Gesamtverschuldung der USA auf einige Billionen Dollar gestiegen ist. (…) Das Federal Reserve System hat, zusammen mit etwa 7.900 Privatbanken, die Geldmittel dafür bereitgestellt, und ausländische Zentralbanken und Privatbanken investierten ihre Dollar-Erträge in fast die Hälfte der Schulden der US-Regierung.
Solch eine Kredit-/Schuldenexpansion, nicht gedeckt durch echte Ersparnisse und Kapitalbildung, erzeugt illusionäre Gewinne und lässt die Menschen glauben, sie seien wohlhabender, als sie tatsächlich sind. Aktien- und Immobilienpreise steigen stark an, verlocken die Menschen dazu, ihre Gewinne zu verpulvern/falsch zu investieren, ihre Häuser übermäßig auszubauen und sich Anwesen [mit real nicht gedecktem Geld] zu schaffen, etc. Tatsächlich könnten sie - Geschäftsmann und Aktienhändler, Manager und Angestellte - damit ihre materielle Substanz [an realem Kapital] vervespern. Aber egal wie weit die FED die Zinsen senkt, wird der Boom zu einem Ende kommen, sobald das Ungleichgewicht [zwischen Kreditmenge und real vorhandenem Kapital] sichtbare Verluste bei der Wirtschaft verursacht. Wenn mehr und mehr Firmen in Schwierigkeiten geraten oder gar bankrott gehen, beginnt die Neuausrichtung und –justierung, die die freie Wirtschaft zwingt, sich wieder an den tatsächlichen Bedingungen [von vorhandenem Kapital, Angebot und Nachfrage] zu orientieren.
Heute ignoriert die FED beharrlich den Marktzins. Sie fährt mit der Ausweitung der Kreditexpansion fort, welche nicht nur den Immobilienmarkt in eine große Blase verwandelt und den Aktienmarkt gepusht hat, sondern auch ein gewaltiges Außenhandels-Ungleichgewicht erzeugt hat. Sowohl die inländischen - [USA], als auch die Falschausrichtungen und Fehlanreize im Ausland erzeugen weiter wachsende Probleme für Handel und Industrie.

Manche Ökonomen sind überzeugt, dass die Zentralbanken einen Ausweg aus dem Dilemma parat haben: Sie könnten schrittweise die Inflation steigern, was alle Bezieher von festen Einkommen und Besitzer von Obligationen/Pfandbriefen/Schuldscheinen etc. [durch das Gelddruckmonopol der Zentralbanken] zwingen würde, den Großteil der entstandenen Verluste zu bezahlen. Optimisten unter den Ökonomen verweisen sogar auf den Einfluss der Globalisierung, welcher den Effekt der Inflation auf den Immobilienmarkt und den Fusions- und Übernahme-Boom zu begrenzen scheine. Die meisten Ökonomen befürchten aber eine Rezession, die ein normaler Teil eines Wirtschaftsablaufes ist. Diese Angst könnte dann die Planung von Unternehmern bestimmen, die daraufhin die Produktion verringern könnten, was wiederum die Arbeitslosigkeit seigen lassen würde. Die Regierung würde daraufhin mit staatlichen Beschäftigungsprogrammen reagieren und verstärkte Wohlfahrtsaufgaben übernehmen. Sie könnte eventuell sogar einige Steuern senken, ihr Haushaltsbudget erhöhen und die Zentralbank anweisen, die Zinsen noch einmal zu senken. Die Inflationsrate wäre damit zum starken Anstieg bestimmt.
Einige eher skeptische Ökonomen sind davon überzeugt, dass damit eine niedergehende Wirtschaftsentwicklung vor uns liegen würde. Üblicherweise weisen sie auf drei Gefahren hin, die einen ernsthaften Einfluss auf die amerikanische Wirtschaft haben könnten: Es gibt einen wachsenden Berg von öffentlicher und privater Verschuldung und Krediten, die auf Geld- und Verschwendungssucht aufgebaut sind. Es gibt ein Multimillionen Dollar schweres Versprechen für ein [staatliches] Rentensystem und eine großes Gebäude aus Regierungsgarantien und Versprechungen die [mit real vorhandenen Werten] nicht eingehalten werden können. Zusätzlich gibt es noch eine ganze Vielfalt von komplexen Derivaten, deren Wert wiederum von anderen Dingen abhängt, wie Aktien, Obligationen, Termingeschäften, Optionsscheinen, Darlehen und sogar reinen Versprechungen und Ankündigungen. Sie alle werden, laut den skeptischen Ökonomen, die logischen Opfer der kommenden wirtschaftlichen Krise werden.
Dieser Ökonom [Hans F. Sennholz], der die Politik der FED und allgemein von Zentralbanken seit den 1950er-Jahren beobachtet hat, teilt in diesem Fall die Ansichten dieser Skeptiker über eine Politik der Inflation. Sie scheinen einen klaren Blick für die Grundprinzipien des Geldmarktes und der Geldpolitik der Regierungen, seit diese die natürliche [marktgebundene] Geldordnung verworfen haben, zu haben. Eine solche natürliche, an die Marktlage und real vorhandene Werte gebundene Geldordnung waren der Gold- und Silberstandard. Aber die Skeptiker übersehen oft die zahllosen Kniffe und Taktiken, mit denen Regierungspolitiker und Zentralbankiers die eigentlich sichtbaren Folgen ihrer [vom realen Markt losgelösten] Geldpolitik kaschieren können. Vor diese Folgen vollends zu Tage treten wird es vermutlich ein finanzpolitisches Armageddon geben, mit einer Vielzahl neuer staatlicher Regulierungen und Eingriffe, die die Folgen der derzeit betriebenen staatlichen Geldpolitik verschwinden lassen oder zumindest verstecken sollen. Diese Politik wird sich immer schneller ändern müssen, um die schon jetzt sichtbaren Folgen zu überdecken. Wegen der öffentlichen Uninformiertheit und immer noch weit verbreiteten Unkenntnis über die Zusammenhänge monetärer Politik und ihrer weitreichenden Auswirkungen ist eine große Mehrheit der Bevölkerung immer noch bereit ,diese Art der Geldpolitik hinzunehmen und begrüßt die [als Lösung vorgeschlagenen] Regulierer und staatlichen Geldkontrolleure.


Nach einer kurzen Periode der staatlichen Preis- und Lohnlenkung könnten die Stimmen der Vernunft, die derzeit kaum öffentlich präsent sind, wieder gehört werden. Es wird ihnen eventuell sogar erlaubt werden die us-amerikanische Wirtschaft wieder in die Lage zu versetzen sich wieder zu erholen, in dem sie die Masse von [staatlich festgelegten] Preis- und Lohnlenkungen aufheben und es Löhnen und Preisen wieder ermöglichen durch sich am Markt auszurichten. Sie werden eventuell sogar eine Währungsreform anstrengen müssen, was die Ausgabe eines neuen Geldes in einem unterschiedlichen Verhältnis zum alten Geld bedeuten würde. Viele Länder überall auf der Welt haben in den letzten Jahrzehnten bereits Währungsreformen erleiden müssen. Für die US-Amerikaner wäre es eine neue Erfahrung.
Wir können nicht sagen, was die Zukunft bringen wird, aber wir müssen uns für sie vorbereiten. Ich vermute einen stufenweisen Anstieg der politischen Kontrolle über das wirtschaftliche Leben der Menschen, was zu zahllosen Fehlanpassungen und -ausrichtungen, Verzerrungen und Stagnation [in der Wirtschaft] führen würde. Aber diesem Trend in der us-amerikanischen Politik und seinen schädlichen Auswirkungen auf die Wirtschaft steht eine weltweite Entwicklung in Richtung offenerer Märkte gegenüber. Da die Handelsbarrieren weltweit derzeit eher kleiner werden und Investitionskapital relativ frei ist, in Länder mit geeigneten Rahmenbedingungen zu wechseln, welche dadurch einen starken Anstieg ihrer Produktivität und des Lebensstandards erleben, wird es für US-Politiker und staatliche Wirtschaftslenker schwerer, ihre Macht zu erhalten und auszubauen und auf eine Kommando-Wirtschaft hinzuarbeiten. Sie können das Licht der wirtschaftlichen Freiheit nicht auslöschen, das schon an so vielen Orten auf der Welt entzündet wurde.

Originaltext in Englisch hier: http://www.inflationomics.com/article.php?article=Money%20is%20Flooding%20the%20World%20Markets

übersetzt von Seba96

In memoriam Hans F Sennholz (1922-2007)

Dienstag, 25. März 2008

Olympia der Scham, wir gehen hin

Trotz guter Medienarbeit beim symbolischen anzünden der Olympischen Flamme in Griechenland, bekam man einen Einblick in der Wirklichkeit in China, als ein tibetischer Demonstrant sein Banner kurz zeigen konnte.

Es wird kein Boykott Chinas ernsthaft diskutiert, nicht aus Nachsicht auf die Sportler, oder aus Idealismus weil die Olympiade zum Ende von letzten Jahrhundert tatsächlich gefährdet war, weil so viele Olympiaden von den einen oder anderen Block boykottiert wurde.

Nein die moderne Politik hat weder Mitgefühl noch Idealismus es geht ganz einfach um Chinas Dollarreserven
Würde z.B. China 10% seiner Dollar-Papierbestände verhökern, so fiele der $-Kurs um nicht weniger als 10% - und die restliche Chinesische Dollar-Reserve hätte noch einen Wert von
90% x 1,35 Bln.= 1,215 Bln.$ --- also hätten die 150 Milliarden 285 Milliarden gekostet. Der Dollar ist eine Satanische Währung – ihn loszuwerden ist nicht leicht. Ihn nicht loszuwerden ist tödlich! Die Frage stellt sich: WER wird als Letzter darauf sitzen bleiben???
Wer zieht den Schwarzen Peter ?


Quelle Politik-Global

Diese Olympiade ist sehr wichtig für uns alle, sie demonstriert die Heuchelei der Macht, die Abgehobenheit der Regierenden und die Tatsache das unser erster Hosenanzug auf unsere Meinung kein Wert legt, ob es um unsere Unterwerfung an Brüssel, Die Abschaffung unser Bürgerrechte, einen neuen Krieg oder die Olympischen Spiele geht, es wird einfach gemacht und f*ck die Bürger und was die davon halten.

Samstag, 22. März 2008

Vernunft statt Hysterie, Katastropheninstrumentalisierung und Ideologiesierung der Wissenschaft

Beitrag von L'arbre lumineux, seit 5 Jahren Öko-Aktivist und Befürworter der Theorie vom (rein/hauptsächlich) menschengemachten (anthropogenen) Klimawandel:

Unter seriösen Wissenschaftlern wird weder angezweifelt, dass der derzeitige Klimawandel menschengemacht ist, noch dass es eine globale Erwärmung gibt. Das ist prinzipiell Konsens. Wissenschaftliche Papiere, die andere Aussagen treffen gibt es schlicht und ergreifend nicht - vielleicht mit Ausnahme derjenigen, die von der Ölindustrie gesponsort wurden.

[...]

Glücklicherweise hat der Großteil unserer Gesellschaft das jetzt endlich verstanden. Ich bin froh, dass man die sog. "Skeptiker" nicht mehr ernstnehmen muss - sie sind in ihrer Zahl so klein, dass sie kaum noch Einfluß haben. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass diese Menschen keine Wissenschaft betreiben, sondern eine Art Religion. Dafür bin ich mir zu schade - ich glaube auch nicht an Intelligent Design. Ich selber habe nach fünf Jahren Ökoaktivisten-Dasein aufgegeben, direkt mit solchen Leuten zu diskutieren - wir haben es nicht mehr nötig.


Der komplette Beitrag unter: http://floppi.twoday.net/stories/4805174

Meine Antwort darauf, als interessierter, an realem Umweltschutz und Wissenschaft interessierter Laie (wie die meisten Menschen bei diesem Thema):

Genau das Gegenteil sagen die vielen Kritiker und Klimaskeptiker über die selbsternannten Klimaschützer bzw. Ökoaktivisten (welches schon von Namen her ein politischer und kein wissenschaftlicher Begriff ist). Nämlich, dass diese Öko-Ideologen gar nicht primär Umweltschutz als Ziel haben, sondern eine vor allem politische Agenda, also nach politischer Macht und Legitimation für den Abbau individueller Freiheit und wirtschaftlichen Wachstums streben. Und dass sie dabei selbst wie eine Religion handeln, also Fakten zurechtbiegen und erfinden und Skeptiker als "korrupte von der Industrie bezahlte Marionetten bezeichen", obwohl sie selbst von großen Konzernen gesponsert werden.

Und über Politik lässt sich immer und muss man streiten können.

Ich selbst bin kein Wissenschaftler, aber ein interessierter Laie. Da sich die wissenschaftlichen Ergebnisse und Schlussfolgerungen deutlich unterscheiden und vor allem die Empfehlungen und Vorschläge, wie man politisch und gesellschaftlich darauf reagieren sollte sehr unterschiedlich sind, habe ich zu dem Thema bis jetzt keine feste Meinung, sondern höre und lese interessiert die verschiedenen Meinungen aus Wissenschaft, Politik und echten und (regierungssubventionierten) Nicht-Regierungs-Organisationen.

Steuerzahler haftet für staatliche Marktaushebelung

Die krisengeschüttelte IKB Deutsche Industriebank verbucht noch höhere Verluste als bisher angenommen und hängt weiter am Tropf der staatlichen Förderbank KfW. Die IKB muss weitere rund 590 Millionen Euro auf sogenannte strukturierte Wertpapiere abschreiben. Der Verkauf eines milliardenschweren Wertpapierpakets sei wegen der Lage an den Finanzmärkten ausgesetzt worden. Auch der IKB-Jahresverlust fällt deutlich höher aus als zuletzt erwartet.

Düsseldorf (dpa/ddp). Seit Sommer vergangenen Jahres gab es bereits drei spektakuläre Rettungsaktionen durch den Hauptaktionär KfW, den Bund und die Bankenverbände. Mit insgesamt 8, 5 Milliarden Euro wurde die IKB bisher vor dem Zusammenbruch bewahrt. Das letzte, im Februar vereinbarte Rettungspaket hatte ein Volumen von 2, 3 Milliarden Euro.

Die neuen Bewertungsverluste der IKB schlagen zum großen Teil auf das Eigenkapital durch. Zum Ausgleich stellt der Großaktionär KfW der IKB 450 Millionen Euro bereit. Erst Mitte Februar hatte die IKB von der KfW eine Kapitalspritze von 600 Millionen Euro erhalten. Der IKB-Vorstand erwartet nun für das Ende März ablaufende Geschäftsjahr 2007 / 08 einen Konzernverlust in der Größenordnung von 800 Millionen Euro. Die Bank hatte ursprünglich einen Verlust von 700 Millionen Euro angekündigt.

Die neue Finanzspritze für die IKB von 450 Millionen Euro ist Teil eines bereits im Februar vereinbarten Rettungspakets. Dem Vernehmen nach hat die KfW keine weiteren Rückstellungen für die jüngste IKBHilfe bilden müssen. Von der Bundesregierung hieß es, man sehe aktuell keinen Handlungsbedarf. Die Entwicklung bei der IKB werde aber sehr genau beobachtet, sagte eine Sprecherin von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU). Glos ist Vorsitzender des KfW- Verwaltungsrates. Die IKB war die erste Bank in Deutschland, die im Juli 2007 in den Sog der US-Hypothekenkrise geraten war.


Quelle: volksstimme.de

Zur Krise des US-Finanzsystems, einer Mischform aus Großbanken und Staat bzw. US-Regierung, und einer möglichen daraus resultierenden Weltfinanzsystems-Krise, der klassisch-liberale Ökonom Roland Baader:

Der freie Markt garantiert diese Stabilität, wenn das Geldangebot stabil bleibt, was beim Goldgeld gewährleistet war. Mit dem reinen Papiergeld und den Lehren von Lord Keynes war das alles zu Ende. Aber die vulgärwissenschaftliche keynesianische Theorie vom Segen der Inflation und von der Notwendigkeit
einer antizyklischen Fiskalpolitik ist natürlich Musik in den Ohren der Politiker. Gibt sie ihnen doch die scheinbar wissenschaftliche Legitimation für ihre endlosen Ausgaben- und Verschuldungsorgien.
Gewiss stimuliert ein Geld- und Kreditschub anfänglich die Konjunktur, aber in die falsche Richtung. Man schaue sich an, mit welchen groben Verzerrungen der ökonomischen Parameter die Amerikaner heute leben: Eine Konsumquote am Volkseinkommen von 70 und mehr Prozent und eine Sparquote von Null. Wir werden in den kommenden Monaten und Jahren erleben, mit welch schmerzhafter Strenge die Marktkräfte in Richtung normaler Quoten drängen werden. Eine relativ hohe gesamtwirtschaftliche
Sparquote ist nämlich für eine stetig wachsende und stabile Volkswirtschaft notwendig, weil nur das investiert werden kann, was real gespart wurde. Das wusste sogar Keynes mit seiner makroökonomischen Gleichung I = S (Investition gleich Ersparnis). Nach künstlich entfachten Booms kommt es immer wieder zu Einbrüchen, zu Rezession oder Depression, weil die Politik des leichten Geldes, des billigen Kredits, das Vorhandensein überreichlicher Ersparnisse signalisiert, die real gar nicht vorhanden sind. Investitionen, die von dieser Illusion angeregt werden, erweisen sich später als falsch und verlustträchtig. Es kommt zu schmerzhaften Korrekturen.


Der gesamte Text "Inflation - der papierene Selbstmord" unter http://www.ef-magazin.de/ef80-baader-inflation.pdf

Freitag, 21. März 2008

McCain noch vor Clintobama

Interessant. Trotz der republikanischen Misswirtschaft, Unzufriedenheit mit der Politik des amtierenden Präsidenten und einer weiterhin deutlichen Ablehnnung der amerikanischen Irak-Besatzung führt in den Umfragen derzeit wieder ein republikanischer Kandidat.
Die Alternativen aus der Demokratischen Partei sind allerdings auch nicht so makellos, wie sie in einigen deutschen Medien gerne dargestellt werden. Auch der als neuer Kennedy und zur großen Hoffnung stilisierte Barack Obama ist doch vor allem ein Politiker, dessen Vorhaben und Politik man sachlich und kritisch analysieren sollte.

Ein Vergleich der Kandidaten:

Demokratische Partei:
Clinton war ursprünglich für den Irak-Feldzug und ist nun, seit sich der Wind gedreht hat und die massive Mehrheit, zumindest der demokratischen Anhänger und der Unabhängigen, gegen die weitere Irak-Besatzung ist, auch für einen Abzug aus dem Irak. Die sonstigen Feldzüge der us-amerikanischen und NATO-Truppen will sie aber im Stile ihres Mannes weiterführen und sogar teilweise ausbauen.
Das Gleiche gilt für Obama, allerdings kann der werbetechnisch geschickt sagen, er sei schon von Anfang an gegen den Irak-Krieg gewesen.

Republikanische Partei:
Der am Ende überraschende Sieger bei den Republikaner, der Senator John McCain, könnte ein astreiner Demokrat sein. Daher wird er auch von vielen republikanischen und parteiunabhängigen Konservativen und Klassisch-Liberalen (amerikanisch: libertarian) sehr kritisch beurteilt. McCain gilt als Freund des "big government", was ihn zum Teil bei demokratischen Wählern wählbar macht, jedoch wiederum bei manchen Republikanern nicht wählbar. Bei vielen evangelikal-religiösen Konservativen gilt er als "zu liberal". Sein größtes Manko ist aber vermutlich, dass er ein strammer Kriegsbefürworter und Freund eines us-amerikansichen Interventionismus auf der ganzen Welt zu sein scheint. Eine große Mehrheit der US-Amerikaner ist inzwischen jedoch gegen eine weitere Besatzungspolitik - zumindest im Irak.

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